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Auswahl: [Amnesty International]
Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>18. Feb 2015 22:10

ai: Gute Nachricht aus Mexiko!



"Ich habe sie öfters weinen sehen, aber heute zum ersten Mal aus Freude
und Erleichterung", erzählt ein Amnesty-Mitarbeiter über die Mexikanerin
Claudia Medina.

Endlich kann Claudia wieder ihr normales Leben leben: Die letzten
Anklagepunkt gegen sie wurden fallengelassen.

Was war geschehen?

Der Alptraum von Claudia begann am 7. August 2012. Um 3 Uhr nachts
brachen Marinesoldaten in ihr Haus ein. Mit verbundenen Augen und
gefesselten Hände wurde sie zum Marinestützpunkt gebracht. Mit Tritten,
Elektroschocks und sexueller Gewalt wurde Claudia gezwungen, Straftaten
zu gestehen, die sie nie begangen hatte. Sie wurde Opfer der staatlichen
Willkür und Rechtlosigkeit, die Mexikos Alltag prägt: Die Soldaten
brauchten eine Schuldige, um einen vermeintlichen Erfolg vorzuweisen. Und
nur damit die Tortur und die Schmerzen endlich aufhörten, unterzeichnete
Claudia ein falsches Geständnis.

Im Rahmen unserer Kampagne "Stop Folter" hat Amnesty Druck auf die
mexikanischen Behörden ausgeübt, damit eine Untersuchung der mutmaßlichen
Folter und Misshandlung von Claudia Medina eingeleitet wird, die
Ergebnisse öffentlich zugänglich gemacht und die Verantwortlichen zur
Rechenschaft gezogen werden.

Ein erster Erfolg ist nun erreicht: Die Anklagepunkte gegen Claudia
wurden fallengelassen, weil das "Geständnis" unter Folter erzwungen
wurde. Jetzt setzen wir uns weiter dafür ein, dass auch die
Verantwortlichen bestraft werden und Claudia Gerechtigkeit erfährt. Denn
Misshandlungen und Folter durch Militär oder Polizeikräfte sind in ganz
Mexiko weit verbreitet. Die Täter gehen in der Regel straflos aus.

Ihre Spende unterstützt uns dabei, Menschen wie Claudia Medina zu helfen
und sie in ihrem Kampf um Gerechtigkeit zu unterstützen. Mit Ihrer Spende
unterstützen Sie auch unsere kontinuierliche Recherche- und
Kampagnenarbeit, um Folter weltweit zu verhindern. In 2015 bekämpfen wir
den alltäglichen Folterskandal weiter, denn in 141 Ländern hat Amnesty
Folter und Misshandlung dokumentiert - trotz absolutem Folterverbot.

Spenden Sie jetzt, denn aus Gründen der Unabhängigkeit nehmen wir keine
staatlichen Mittel an:
https://www.amnesty.de/spendentool?et_cid=71&et_lid=144

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Mit besten Grüßen

Barbara Hohl

Leiterin der Kampagne "Stop Folter"



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