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Auswahl: [Agenda 21]
Anja Becker <leitstelle ät genanet.de>26. Apr 2006 06:47

Frauen aktiv gegen Atomenergie – wenn aus Wut Visionen werden

Frauen aktiv gegen Atomenergie – wenn aus Wut Visionen werden
Ein neues Buch zum 20. Jahrestag von Tschernobyl dokumentiert Erfahrungen,
Aktionen und Initiativen von Frauen im Kontext der Reaktorkatastrophe.

Es waren mehrheitlich Frauen, die nach der Explosion im sowjetischen
Atomkraftwerk Tschernobyl aktiv wurden, denn – so die einhellige
Einschätzung – „Tschernobyl hat unser Leben verändert“: Vielerorts
gründeten sie Gruppen „Mütter gegen Atomkraft“ und andere Initiativen.
Frauen waren und sind eine tragende Säule des Protestes gegen die
Risikotech-nologie Atomkraft.
In dem jetzt erschienenen Buch „Frauen aktiv gegen Atomenergie – wenn aus
Wut Visionen werden“ berichten Frauen von ihren Erinnerungen und ihrem
Engagement für eine atom-freie Zukunft in Deutschland und Europa, aber
auch am Ort des Geschehens: in der Ukraine, in Weißrussland und in
Russland. „20 Jahre nach Tschernobyl wollten wir wissen, wie nachhaltig
die Veränderungen durch Tschernobyl waren“, erklärt Herausgeberin Ulrike
Röhr von genanet, der Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit. „Und wir
möchten mit dem Buch zeigen, welche wichtigen Beiträge Frauen zu einer
gerechteren, Ressourcen schonen-deren und friedlicheren Welt leisten.“
Im ersten Teil des Bandes rufen Beiträge von Frauen aus Deutschland und
Österreich, histo-rische Reden und Interviews das Reaktorunglück und die
unmittelbaren Reaktionen darauf ins Gedächtnis zurück. Eine Betroffene,
die zum Zeitpunkt des Unfalls in der Stadt Pripjat bei Tschernobyl lebte,
berichtet bewegend von den Ereignissen und ihren Folgen am Ort des
Unglücks. Die damaligen und heutigen Aktivitäten der in Folge der
Reaktorkatastrophe gegründeten Gruppen von „Müttern gegen Atomkraft“ (MgA)
werden im zweiten Teil be-schrieben. Engagierte Frauen berichten vom Kampf
um Informationen über das Ausmaß der Belastung und ihren Aktivitäten gegen
Atomkraft und gegen das Vergessen. Der dritte Teil zeichnet nach, welche
Spuren die Erfahrungen mit Tschernobyl hinterließen, z.B. in Form von
Frauenprojekten zu erneuerbaren Energien, neuen Forschungsansätzen oder
zivilgesell-schaftlichem Engagement in der Ukraine. Mit Blick auf die
aktuelle Atompolitik wird schließlich im vierten Teil des Buches
analysiert, ob aus den Folgen von Tschernobyl wirk-lich Konsequenzen
gezogen wurden.
Das Wort ergreifen unter anderem Heike Sabel, Anja Röhl, Antje Vollmer,
Beate Seitz-Weinzierl, Eva Quistorp, Natalia Manzurova (damalige
Liquidatorin, Russland), Kristin Mühlenhardt-Jentz (MgA Nürnberg),
Cornelia Stadler (MgA München), Heike Mahlke (Gorleben-frauen), Regina
Suhlig (Heim-statt-Tschernobyl), Anna Golubovska (MAMA-86 Ukraine),
Rosemarie Rübsamen, Irmgard Schultz (ISOE), Annegret Stopczyk, Milya
Kabirova, Angelika Claußen (IPPNW), Ulla Klötzer, Hiltru
d Breyer (MEP)und Gotelind Alber (Klima-Bündnis).
Das Buch ist ab sofort über den Buchhandel erhältlich oder kann über
www.libri.de, www.amazon.de und direkt bei genanet bestellt werden.
Rezensionsexemplare erhalten Sie bei genanet. Wir vermitteln Ihnen gerne
Interviews mit Autorinnen von einzelnen Buchbeiträgen. Für Nachfragen
steht Ihnen Ulrike Röhr unter der Nummer 069-740757 oder 0179-2031511 zur
Verfügung.
genanet/Ulrike Röhr (Hg.):
Frauen aktiv gegen Atomenergie – wenn aus Wut Visionen werden. 20 Jahre
Tschernobyl
196 Seiten, zahlreiche Abbildungen, kartoniert
BoD April 2006, ISBN 3-8334-4592-0, 19,90 EUR

genanet - die Leitstelle
Die Leitstelle Geschlechtergerechtigkeit, Umwelt und Nachhaltigkeit
fördert die Einbezie-hung der Geschlechterperspektive in umweltpolitische
Entscheidungen. genanet erarbeitet Positionen zu aktuellen Themen aus dem
Gebiet Umwelt und nachhaltige Entwicklung und berät bei Umsetzung einer
geschlechtergerechten Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik. Der
Informationspool unterstützt Organisationen bei der Entwicklung von
Maßnahmen, die Frauen- und Männerrealitäten gleichermaßen berücksichtigen.
Die Leitstelle bietet eine Plattform zu Vernetzung, um neue Ideen zu
entwickeln und Projekte zu initiieren.
Kontakt: Ulrike Röhr, genanet – Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit

LIFE e.V., Hohenstaufenstr. 8, 60327 Frankfurt/M., Tel. 069.740757, Fax
069.740842,
leitstelle ät genanet.de, www.genanet.de.
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