CL Startseite
Termine
Über uns
Das /CL-Netz
KuNM e.V.
Uns unterstützen
Impressum
Teilnehmen
Anmelden
Schreiben
Angenehmer lesen
RSS
Kontakt
/CL bei G+

Links
/CL-Netz Online-Medien Radio Fernsehen Zeitungen & Zeitschriften Wissen Mehr Links
Auswahl: [Agenda 21]
Greenhouse/JPBerlin <greenhouse ät jpberlin.de>30. Jul 2005 00:30

Fw: [jW] Erstes Land der Welt erreicht die wichtigsten Nachhhaltigkeits-Indizes


Weitergeleitet durch DNR Redaktionsbüro Fachverteiler ++ Bitte ggf. weiterleiten ++ Fachverteiler abbestellen: mailto:info-berlin ät dnr.de?subject=keine-mails ++ Info-Service mit eigener Themenauswahl: www.dnr.de/infoservice
--


http://www.jungewelt.de/2005/07-14/027.php

Nur eine Insel dieser Welt hat Zukunft:
Einzig auf Kuba stehen Lebensqualität und Pro-Kopf-Verbrauch natürlicher Ressourcen im richtigen Verhältnis

Kuba gilt selbst seinen antikommunistischen Gegnern als Gesellschaft mit beachtlichen sozialen Errungenschaften. Zahlreiche Auszeichnungen internationaler Organisationen belegen dies. Auch in puncto Ökologie ist auf der Insel Hervorragendes geleistet worden. Nach dem Wegfall sozialistischer Handelspartner wurde nicht nur der Umstieg auf Pflanzenmedizin und regenerative Energiequellen forciert. Kuba setzte zudem als eines der ersten Länder die 1992 in Rio de Janeiro verabschiedete "Agenda 21" um.

Kürzlich hat das Global Footprint Network (GFN) gemeinsam mit dem WWF und der IUCN den Bericht "The Ecological Footprint" veroeffentlicht. Daten von 150 Nationen sind hier aufgelistet. Sie stimmen mit der 30-Jahresbilanz des Club of Rome überein, der seit 1972 "Grenzen des Wachstums" anmahnt. 2001 benötigte die Menschheit den Untersuchungen zufolge etwa 2,2 Hektar Land pro Kopf. Zur Verfügung stehen 1,8 Hektar. Die Verursacher dieser Schieflage werden im GFN-Bericht klar benannt: US-Amerikaner verbrauchen das Sechsfache, EU-Bürger das Drei- bis Vierfache der ihnen zustehenden Naturressourcen.

Ein Schaubild setzt die Lebensqualität in den Ländern - von der UN per "Human Development Index" (HDI) eingeschätzt - ins Verhältnis zum jeweiligen "ökologischen Fußabdruck", der sich aus dem Pro-Kopf-Verbrauch an Ressourcen ergibt. Anschaulich wird so, dass viele Länder weit über die Verhältnisse leben, während in vielen anderen Mindeststandards unterschritten werden. Eine nachhaltige Entwicklung ist laut Bericht dann gegeben, wenn der HDI mindestens 0,8 beträgt, der ökologische Fußabdruck maximal 1,8 Hektar. Als einziges Land hat diese Werte bislang Kuba erreicht (0,81 HDI, 1,4 Hektar - im Text wird dieser Fakt allerdings unterschlagen).

Der GFN-Bericht macht mehr als klar, dass eine radikale Umsteuerung in fast allen Staaten dringend erforderlich ist. Das untermauert auch der aktuelle Bericht der UN-Wirtschaftskommission fuer Lateinamerika (CEPAL) und des UN-Umweltprogramms (UNEP): Jährlich werden in der Region 0,5 Prozent der Wälder zerstört, viele ökologische Parameter haben sich verschlechtert.

Daher meint der Leiter des UNEP-Lateinamerika-Büros, Ricardo Sanchez: "Das gesamte Konzept der wirtschaftlichen Entwicklung der Region muss auf den Prüfstand. Es hat sich herausgestellt, dass das Modell von mehr liberalisiertem Handel und weniger Staatslenkung nicht funktioniert." (jW vom 17. Juni) Dass die Industrieländer kein Vorbild für den Rest der Welt sein können, wusste schon Mahatma Ghandi. Die Frage, ob Indien nach seiner Selbstaendigkeit (1945) den Lebensstandard der frueheren Kolonialmacht erreichen werde, beantwortete er: "Um zu seinem Wohlstand zu gelangen, verbrauchte Grossbritannien die Hälfte der Ressourcen des Planeten; wie viele Planeten wird ein Land wie Indien benötigen?"

Eine Definition der GFN-Studie sollte man sich zu Herzen nehmen: "Nachhaltigkeit bedeutet, innerhalb der Möglichkeiten der Natur gut zu leben." Ob die Eliten der westlichen Welt mutig und offenherzig dem Beispiel Kubas folgen, dieses aussergewöhnliche System schützen und fairen Austausch mit ihm ermöglichen werden, ist jedoch mehr als fraglich. || Dr. Edgar Goell
Kommentare
Bisher keine Antworten oder Kommentare.
Auswahl: [Agenda 21]