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DNR Redaktionsbüro Info-Service <info-berlin ät dnr.de>5. Oct 2004 13:16

Fw: [nd-online] Wissen statt Handeln: Umweltbewusstsein der Deutschen 2004


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http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=60684&IDC=9

Wissen statt Handeln

Umweltbewusstsein der Deutschen 2004

Von Julia Wolf

Die erklärte Bereitschaft, umweltbewusst zu leben, sei im Alltag schwer umzusetzen, kommentierte Bundesumweltminister Jürgen Trittin die Studie »Umweltbewusstsein 2004«, die er Ende September in Berlin vorstellte. Emnid hatte im Auftrag von Bundesumweltministerium und -bundesamt im Frühling 2018 Bürger befragt.

So befürworten 69 Prozent der Deutschen den Ausbau der Windenergie, jedoch nur drei Prozent kaufen erneuerbaren Strom. Die Bereitschaft zum Bezug von Ökostrom sank sogar. Dachten in der Erhebung des Jahres 2002 noch 45Prozent der Bürger darüber nach, Ökostrom zu beziehen, sackte dieser Anteil auf 38 Prozent ab. Exakt die Hälfte aller Befragten ist sich sicher, niemals Ökostrom zu kaufen. Generell gelte: Je höher das Alter, desto geringer die Bereitschaft, so die Studie.

Neun von zehn Deutschen räumen dem Schutz ihrer Umwelt hohe Priorität ein. Für 88 Prozent der Befragten ist der niedrige Energieverbrauch ein entscheidendes Kriterium beim Kauf. Knapp die Hälfte schaltet Elektrogeräte nach Benutzung vollständig aus. Obwohl mehr als die Hälfte der Deutschen will, dass die Bundesrepublik in der europäischen Klimapolitik vorangeht, akzeptiert nur ein Viertel der Bevölkerung die rot-grüne Ökosteuer.

Als »erschreckenden Kompetenzeinbruch« bezeichnete Trittin den Vertrauensverlust der politischen Parteien beim Umweltschutz. Der liegt hinter der Sorge um Arbeitslosigkeit und die wirtschaftliche Lage gleichrangig mit sozialer Gerechtigkeit auf Rang drei der wichtigsten Probleme der Deutschen. Während die Grünen im Vergleich zu 2002 um drei Prozent auf 43 Prozent zulegen konnten, schwindet das Vertrauen für die SPD dahin: Lediglich 14 Prozent bescheinigen der Partei umweltpolitischen Sachverstand, vor zwei Jahren waren es noch 25 Prozent. Auch die Union sackte ab: Von 23 auf 17 Prozent.

Nahezu einig votieren die Wähler aller politischen Parteien für den Ausbau der Windstromerzeugung. 59 Prozent der Bundesdeutschen stufen dagegen die Atomtechnologie als »äußerst« oder »sehr gefährlich« ein, sechs Prozent mehr als 2002.

(ND 04.10.04)

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