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Christian <christianschueler ät gmx.net>6. Dec 2014 18:22

Ein Märchen aus Orient und Okzident

Es war einmal ein böser Kaiser im Abendland, Potus XLIV., auch genannt Potus der Üble, in einem fernen Reich namens Americo. Er war so böse und mächtig, dass alle Könige und Prinzen unter ihm blind gehorchten, vor ihm Angst hatten, sich nicht trauten aus seinem Schatten herauszutreten und sie so niemals die Sonne erblicken konnten. Seine Fußstapfen waren so groß, dass alle Könige und Prinzen stets hineinfielen und sehr viel Mühe hatten aus ihnen wieder herauszukommen. Ab und zu ließ Potus ein paar Brotkrumen fallen und sofort stürzten sich seine ausgehungerten Hofschranzen auf jene.

Potus hatte viele kluge Berater unter sich. Sie und ihre mächtigen Sippen unterstützen ihn in all seinen Schandtaten, da er sie gleichermaßen teilhaben ließ. Sie hießen Blauschild, Warburg, Schockefeller, Silverman Sachs, Schroder, Schiff, Morgan, Lehman, Kuhn Loeb, Lazard, Moses Seif, DuPont und viele mehr.

Man munkelt jedoch insgeheim, dass Potus in Wirklichkeit nur eine Marionette dieser Sippen war, aber diese Geschichte wabert im nebulösen Dunkel der Geschichte herum.

Potus der Üble hatte es durch kluge Strategie und durch das Schaffen von wirtschaftlichen Abhängigkeiten geschafft, dass sich kein König oder Prinz traute, ihm Widerworte zu geben, geschweige denn gegen ihn zu handeln.

Aber Potus der Üble hatte einen Feind. Dieser Feind war Sultan Saddam im Morgenland. Eigentlich war er gar nicht sein Feind, er hatte ihm nämlich nichts getan und sie taten sich viele Jahre genüsslich an ihren wohlfeilen Geschäften laben. Sowohl Sultan Saddam als auch Kaiser Potus konnten ihren Familien und ihrem Hofstaat damit ein Leben in Saus und Braus ermöglichen. Aber Potus der Üble wollte mehr, es reichte ihm irgendwann nicht mehr, er wollte auch noch Sultan Saddams Gold und Edelsteine haben. Kaiser Potus wurde fast krank vor Gier, er konnte kaum noch schlafen, so gern wollte er die Schätze aus dem Morgenland haben.

Also ersann er eine List.

Er sagte zu Sultan Saddam: Du Saddam, der Emir Kuwaiti, der hat zwar keine Armee aber sehr viel Gold und Edelsteine, der sitzt direkt an der Grenze zu deinem Sultanat und verbreitet Lügen über deine 75 Frauen im Harem. Sie hätten krumme Nasen, schiefe Zähne und wären auch sonst überaus missgestaltet. Dafür musst du ihm zur Strafe den Kopf abschlagen und all sein Gold und seine Edelsteine rauben! Daraufhin erboste Sultan Saddam heftig und überfiel das Land vom Emir Kuwaiti.

Nun sagte Potus der Üble zu seinen Untertanen: Seht her! Der böse Sultan Saddam aus der Achse des Bösen überfällt den armen Emir Kuwaiti! Emir Kuwaiti ist aber unser Freund! Wir müssen ihm helfen und dem Volk des Emirs wieder Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit bringen!

Zur Achse des Bösen zählte übrigens auch der Zwergenkönig Kim der Kugelrunde und der Perserkönig Achmed der Wahnwitzige.

Seine Untertanen folgten ihm also auf seinem Kreuzzug gegen den bösen Sultan Saddam ins Morgenland um hehre, abendländische Werte zu verteidigen. Sie erschlugen Sultan Saddam, raubten all sein Gold und seine Edelsteine und verlangten nun zum Dank für die Befreiung vom Emir Kuwaiti auch noch einen großen Teil seines Goldes und seiner Edelsteine. Potus' Untertanen erkannten das böse Spiel des üblen Kaisers, aber keiner traute sich etwas zu sagen, da sie alle Angst hatten, dass Potus auch ihnen ihr Gold und ihre Edelsteine raubt, ihnen ihre Titel weg nimmt und sie zur Achse des Bösen zählt.

Nun war der üble Kaiser Potus erst einmal zufrieden. Aber wenige Jahre später wurde seine Gier erneut geweckt. Er wollte noch mehr Gold und Edelsteine. Wieder wurde er krank vor Gier, konnte kaum noch essen und schlafen und versuchte eine neue List zu ersinnen. Doch bevor er sich eine neue List ausdenken konnte, zog ein schreckliches Ereignis ins Land.

Der böse Großwesir Ali Osama war schon viele Jahre empört über den Raub des üblen Kaisers Potus. Er war zwar einst der beste Freund von Potus und seinem Reichskämmerer Henrikiss. Aber gleichzeitig war er auch der Freund vom Sultan Saddam. Er wusste auch, dass vor Sultan Saddam bereits viele Herrscher durch Potus gestürzt wurden und dass der üble Kaiser noch viele weitere Herrscher sowie deren und auch seine Untertanen hinters Licht führen wird um an ihr Gold und ihre Edelsteine zu kommen. Denn seine Gier war unstillbar und würde erst aufhören, wenn er alles Gold und alle Juwelen der Welt hätte.

Also ließ Ali Osama griechisches Feuer auf eine blühende Stadt regnen und Kaiser Potus wurde sehr betrübt über diesen Vertrauensbruch und versuchte nun den Großwesir zu töten. Seinem Reichskämmerer Henrikiss aber war das gar nicht recht, machte er doch gute Geschäfte mit Ali Osama und seinem Clan. Dennoch wurde der Großwesir, wie schon zuvor der Sultan Saddam, hingerichtet.

Was Potus der Üble aber niemanden erzählte und bis heute nicht in die höfische Geschichtsschreibung eingegangen ist, war jene Tatsache, dass er Ali Osama erst dazu angestiftet hat, griechisches Feuer auf die Stadt niedergehen zu lassen. Er sorgte sogar heimlich dafür, dass Ali Osama und die 19 Räuber im ganzen Land freies Geleit bekamen! Sooo niederträchtig war Potus der Üble, seine eigenen Untertanen mussten für seine unstillbare Gier nach Gold und Juwelen sterben.

Der üble Kaiser Potus aber war nun immer noch gierig, er versprach sowohl seinen Untertanen wie auch den Untertanen vieler anderer Kalifen, Emire und Scheichs, Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit. Aber sie wollten das gar nicht. Sie hatten ihren Frieden, ihre Freiheit und ihre Gerechtigkeit. Nur auf eine andere Art und Weise, eine Art und Weise die dem Abendland fremd war. Wussten sie doch außerdem, dass der üble Kaiser Potus lediglich Gold und Juwelen aus den Schatzkammern rauben wollte. Daher war man allenthalben im Morgenland nicht sonderlich gut auf Potus den Üblen zu sprechen.

Hingegen im Abendland versprühte er noch so viel Charme wie einst sein Ururgroßvater, Potus XXXV., auch einst ein Kaiser wie Potus der Üble, der aber von allen nur Je Äf Kee der Lüsternde genannt wurde und seine Frau Jäkki die Wunderschöne. Daher glaubten alle im Abendland was er sagte, zumindest taten sie so, um nicht als Verschwörungstheoretiker verspottet zu werden. Potus der Üble setzte mit seiner heiligen Allianz der Willigen den ebenso heiligen Kreuzzug im Morgenland fort und eroberte Land für Land und Schatzkammer für Schatzkammer, alle Herrscher wurden davongejagt und er nahm all ihr Gold und ihre Juwelen und tötete ihre Frauen, Kinder und Männer.

500.000 tote Kinder sind ein guter Preis! schrie freudig erregt und voller Wonne seine Beraterin für äußere Fragen, Madeleine die Garstige.

Aber es gab eine kleine Schar von standhaften Recken, welche sich zum Ziel gesetzt hatten, den üblen Kaiser und seine willfährigen Lakaien zu entlarven. Diese Schar bestand aus folgenden sieben Rittern der Aktivistenrunde: Ken der Charismatische, Lars der Luftige, Willy der Weise, Bülow der Mahner, Andreas der Kluge (und sein Knappe Rico der Sachse), Egon der Besonnene und Daniele der Gelehrte. Des Weiteren gab es noch das Burgfräulein Sahra und ihren Gemahl Oskar den Tapferen, Pedram den Zielstrebigen, Florian den Minnesänger, Lea die Forsche und die überaus weise Zauberin mit der Krone auf dem weißem Haar, Gabriele sowie viele andere treue Krieger des Lichts.

Potus schnaubte vor Wut wenn er diese Namen nur hörte. Er schrie und wütete, er zerschlug kostbares Geschmeide und stampfte auf dem Boden auf, dass man meinen könnte, es täte sich direkt ein Loch in die Hölle auf und das Schloss und die umgebenden Felder und Wälder würden von ihm in Gänze verschlungen. Aber es nütze nichts. Die Ritter waren bei einer kleinen, aber immer größer werdenden, Schar von Neugierigen und Aufgeweckten bekannt und geachtet im ganzen Abendland und sie konnten auf den Rückhalt einer treuen Schar ehrlicher und aufrichtiger Menschen hoffen.

Früher, da hat Potus der Üble mit Hilfe seiner bösen Hexenmeister mit den seltsamen Namen Cie Ei Ee, Äf Bi Ei und Änn Äs Ee solche Leute in den Kerker gesteckt, sie gefoltert und sie den Raben zum Fraß vorgeworfen. Aber die fortschrittlichen Zeiten erlaubten den Aufstieg eines weltumspannenden Postsystems. Er diente dazu, die Menschen auf dem gesamten Erdball schnell und zuverlässig mit Informationen über alle Schweinereien von Potus und seiner Gefolgschaft zu versorgen.

Es wurde immer schwieriger schmutzige Geschäfte zu verheimlichen und die Luft wurde für Potus immer dünner. Sein Rückhalt im Volk schwand durch das Zeitalter der Aufklärung. Die Ritter der Aktivistenrunde hingegen wurden immer mächtiger und Potus' Thron wackelte immer mehr. Verzweifelt versuchte Potus nun einen Weg aus der Misere zu finden. Er musste noch mächtiger werden, mächtiger als er es jemals war.

Er musste abermals eine List ersinnen. Da kam ihm eine Sache sehr gelegen:

Im fernen Russkistan herrschte schon seit langer Zeit ein großer und weitsichtiger Herrscher. Dieser Herrscher hieß Zar Wladimirowitsch XVII. Russtanien war das größte Land der Welt, größer als Potus' Reich und größer als alle Reiche jemals gewesen sind. Der Zar hatte sehr, sehr viel Gold und Edelsteine, mehr als sich Potus vorstellen konnte. Nach all diesen Schätzen dürstete es Potus. Leider war der Zar ebenfalls sehr mächtig. Mächtiger als Saddam, Osama und all die anderen beraubten Herrscher zusammen.

Zwischen Russkistan und den Reichen von Potus' Vasallen, wie Angela der Sauertöpfischen, Francois dem Geilen und David dem Gescheiterten, lag das kleine Reich Ukrainkistan. Dort herrschte ein König namens Januwitsch I. Januwitsch I. war zwar kein gütiger Herrscher, er stopfte sich ebenfalls die Taschen mit Gold und Juwelen voll, aber es herrschte weitgehend Frieden und der Wohlstand nahm langsam aber merklich zu, weil Januwitsch I. seinen Untertanen immer ein Stück vom Kuchen abgab. Ukrainkistan war selbst zwar kein sonderlich mächtiges Königreich, aber es war von großer Bedeutung bei der Eroberung von Russkistan.

Januwitsch I. pflegte freundschaftliche Beziehungen zum Zar und wollte künftig mit ihm näher zusammenarbeiten.

Dies passte Potus überhaupt nicht. Der Zar war zwar schon sehr mächtig, aber zusammen mit Januwitsch I. war er noch viel mächtiger. Das konnte und wollte Potus nicht zulassen. Er machte nun das, war am besten konnte:

Er ersann erneut eine List.

Die mächtigste List die er jemals ersann: Er gab einigen Leuten in Ukrainkistan ein ganz klein wenig von seinem vielen Gold und seinen ebenso vielen Juwelen ab sie waren sehr arm, und so war das für diese sehr viel Gold und sehr viele Juwelen - und flüsterte ihnen zu: Wenn ihr Januwitsch I. davon jagt, dann bekommt ihr noch viel mehr davon, soviel, dass ihr darin förmlich ertrinken werdet.

Nun kam es so wie es kommen musste. Januwitsch I. und seine Soldaten mussten gegen ihr eigenes, geblendetes Volk kämpften. Es zog sich hin, über Wochen und Monate. Potus ging das jedoch nicht schnell genug. Er war gierig und wollte unbedingt und ganz schnell an das Gold und die Juwelen vom Zaren. Also befahl er seinen Spitzeln, Häuser mit Menschen anzuzünden und einzelne Menschen zu töten um das Volk gegeneinander aufzuwiegeln. Das Volk dachte, Januwitsch steckt dahinter, Januwitsch wusste hingegen, dass Potus dahinter steckt. Also musste Januwitsch fliehen und sein Volk dem bösen Potus überlassen.

Zar Wladimirowitsch jedoch konnte es nicht zulassen, dass Potus der Üble sein Gold und seine Juwelen raubt und seinem Volk ebenso Tod und Verderben bringt wie er es schon im Morgenland so oft tat. Er konnte und wollte es außerdem nicht zulassen, das war er seinem Volk schuldig, dass Potus und seine Vasallen direkt an seiner Grenze standen und eine Bedrohung für ganz Russkistan darstellten. Also versuchte er verzweifelt, den an sein Königreich grenzenden Teil von Ukrainkistan sowie eine kleine Insel, auf welcher er ganz viele seiner Soldaten hatte, zu schützen. Dies konnte er jedoch nicht mit guten Worten bewerkstelligen, er musste die dort lebenden Menschen mit Waffen und Brot versorgen und einen neuen, unabhängigen Staat mit einem legitimen Herrscher schaffen.

Nun schrie und geiferte Potus in seinem Wahn: SEHT UND HÖRT HER VÖLKER DER WELT! DER BÖSE ZAR LIEFERT WAFFEN AN KOSAKEN UND HUSAREN! KOSAKEN UND HUSAREN DIE HÄUSER MIT MENSCHEN ANZÜNDEN UND AUF MENSCHEN SCHIEßEN!

Sofort fing die Hofschreiberlinge von Francois dem Geilen, Angela der Sauertöpfischen, David dem Gescheiterten und natürlich die von Potus dem Üblen eifrig an, die Geschichte im Sinn der heiligen Allianz der Willigen umzuschreiben um die Menschen zu täuschen, zu belügen und sie zu blenden. Josef der Machtgierige, Kai der Bärtige und Wolfgang der Hetzer hielten Rücksprache mit ihren Geldgebern was sie nun genau schreiben sollten. Und sie schrieben, sie hetzten, sie blendeten und sie logen dass sich die Balken fast bis zum Bersten bogen. Sie bogen sich soweit, dass der Balken zum Brett vor dem Kopf der Menschen wurde und sie außerstande waren, sich all dieser Täuschungen zu widersetzen.

Doch die Ritter der Aktivistenrunde waren schon zur Stelle! Sie verbreiteten die Wahrheit, bis zur Erschöpfung verkündeten sie die wahren Absichten von Potus und seinen Spießgesellen, sie wurden niemals müde um für die Wahrheit einzustehen, sie schossen aus allen Rohren um all die Schlafschafe aus ihrem Delirium aufzuwecken, die immer noch glaubten, dass Potus der Üble nichts weiter will als Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für die Welt und der den Schatzkammern fremder Könige keine Bedeutung beimaß. Sie schrieben alles auf was sie sahen und zeigten es dem Volk: Tote Kinder, verstümmelte Soldaten, brennende Frauen und zerstörtes Land. Geplünderte Schatzkammern die sich in dem Maße leerten wie sich die Schatzkammer von Potus füllte.

An dieser Stelle ist die Geschichte leider zu Ende. Ich weiß noch nicht, wie sie weiter gehen wird. Aber ich weiß, wer sie zu Ende schreiben wird.

Nicht ich, nicht Ken der Charismatische, auch nicht Zar Wladimir oder Potus der Üble, obwohl alle ihren Teil zur Geschichte beitragen werden.

Nein, Du geneigter Leser und Zuhörer, wirst die Geschichte zu Ende schreiben.

Es liegt also an Dir, wie sie zu Ende geht.

Es liegt an Dir, zu erkennen, welchen Preis die gefüllte Schatzkammer von Potus hat.

Es liegt an Dir, einzuschätzen, ob es den Preis von Millionen toter Kinder, Frauen aber auch Männer wert war und ist.

Es liegt an Dir, etwas dagegen zu tun.

Glosse:
Potus = President Of The United States
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